Alpakas

Kaiser Alpaka Olin
Ellmau, Kaiser Alpaka, geführte Wanderung, Tour, Wilder Kaiser, Wald,
Olin – der Ruhige Denker der Herde

Olin ist ein sanfter und besonnener Alpaka-Gentleman. Mit seiner schlanken Statur und ruhigen Art erkundet er entspannt seine Umgebung. Oft bleibt er stehen, um die Welt zu beobachten oder leise summend seine Gedanken mitzuteilen. Als beruhigender Ruhepol der Herde erinnert er uns daran, das Leben in Gelassenheit zu genießen.

Phönix – der Sensible mit dem großen Herz

Phönix kam schüchtern zu uns, fasste aber mit Geduld und Liebe schnell Vertrauen. Nach acht Wochen fraß er erstmals aus der Hand – ein Zeichen seiner sanften und tiefgründigen Natur. Beim Spaziergang bleibt er gern im Mittelfeld, stets an der Seite seines Bruders Dorian. Die beiden sind unzertrennlich und erkunden gemeinsam die Welt. Mit seiner sensiblen und treuen Art ist Phönix ein wertvoller Teil unserer Herde.

Kaiser Alpaka - Phönix
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Kaiser Alpaka - Elvis
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Elvis – der charismatische Anführer

Elvis bringt eine unvergleichliche Energie in die Herde. Mit seinem selbstbewussten Auftreten liebt er es, an der Spitze zu gehen und den Ton anzugeben. Seine stolze Ausstrahlung macht ihn zu einem wahren Blickfang – Elvis weiß, wie man sich präsentiert!
Besonders beeindruckend sind seine Freudensprünge, die er mit großer Begeisterung zeigt. Mit seiner lebhaften und charmanten Art bringt Elvis Schwung und gute Laune in jeden Tag. Er ist der geborene Entertainer der Herde und eine echte Inspiration für alle, die ihn erleben.

Dorian – der freche Charmeur mit Appetit

Dorian ist ein echter Charmeur – mit einem Faible für Futter! Streicheleinheiten? Gerne, aber nur, wenn dabei auch was zu knabbern herausspringt. Und wenn nicht? Dann gibt’s eben mal einen kleinen Schubs, um sich in Erinnerung zu bringen.
Beim Spazierengehen ist er entspannt: vorne, Mitte oder hinten – egal, solange die Graspausen nicht zu kurz kommen. Mit seinem frechen Wesen sorgt Dorian immer für gute Laune und unvergessliche Momente!

Kaiser Alpaka - Dorian
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Wissenswertes über Alpakas

Alpakas gehören zur Familie der Neuweltkameliden und stammen ursprünglich aus den Anden in Südamerika. Vor mehr als 5000 Jahren wurden sie dort von den Indigenen aus wildlebenden Vicunjas und Guanakos domestiziert.

Diese Tiere sind vor allem für ihre hochwertige Wolle bekannt. Schon die Inkas bezeichneten sie als „Vlies der Götter“. Ihre Fasern zeichnen sich durch außergewöhnliche Feinheit und eine hervorragende thermoregulierende Wirkung aus. Alpakawolle gibt es in 22 natürlichen Farbtönen. Bei der jährlichen Schur gewinnt man pro Tier zwischen 2 und 5 Kilogramm Rohwolle.

Neben der Wollproduktion werden Alpakas zunehmend auch in der Landschaftspflege und tiergestützten Therapie eingesetzt. Während sie in Südamerika zudem als Fleischlieferanten genutzt werden, ist dies in Europa unüblich.

Ein großer Vorteil von Alpakas ist, dass sie Schwielensohler sind. Das bedeutet, dass ihre weichen Sohlen den Boden schonen und Trittschäden auf Weiden minimieren. Zudem sind sie geschickte Kletterer, anpassungsfähig und widerstandsfähig. Obwohl sie aus den Hochlagen der Anden stammen, kommen sie auch in gemäßigten Klimazonen problemlos zurecht.

Haltung und Pflege

Alpakas sind Herdentiere, die in Gruppen leben und keinesfalls einzeln gehalten werden sollten. Sie benötigen eine ausreichend große Weidefläche, frisches Wasser, Heu sowie Mineralfutter. Hochtragende Stuten, Muttertiere mit Fohlen und Jungtiere profitieren zudem von zusätzlichem Kraftfutter.

Wie alle Tiere benötigen Alpakas regelmäßige Pflege und medizinische Betreuung.

Zusätzlich zur Grundversorgung erhalten Alpakas vor allem im Winter spezielle Vitamin- und Mineralstoffpräparate. Einmal jährlich müssen sie geschoren werden, und ihre Nägel sollten regelmäßig – abhängig vom natürlichen Abrieb – geschnitten werden. Dabei sind mindestens zwei Personen nötig. Auch die Zähne der Tiere wachsen ständig nach und müssen bei Bedarf geschliffen werden. Hengste haben zudem sogenannte Hengstzähne, die gekürzt werden sollten, um Verletzungen bei Rangkämpfen zu vermeiden.

Platzbedarf und Weidehaltung

Alpakas brauchen ausreichend Platz. Laut Empfehlungen sollte für zwei Tiere mindestens eine Fläche von 1000 Quadratmetern zur Verfügung stehen, mit zusätzlichen 100 Quadratmetern pro weiterem Tier. Diese Mindestfläche reicht jedoch nicht aus, um die Tiere dauerhaft mit frischem Grün zu versorgen. Zudem müssen Weideflächen regelmäßig geschont und für einige Wochen oder Monate ruhen, um sich zu regenerieren.

Ein sicherer Zaun mit einer Höhe von etwa 1,50 Metern hält die Tiere zuverlässig auf der Weide. In Regionen mit Wolfsvorkommen kann ein spezieller Schutzzaun sinnvoll sein.

Alpakas sind sehr genügsam und benötigen keinen geschlossenen Stall. Ein Offenstall, der ihnen Schutz vor Witterung bietet und direkten Zugang zur Weide ermöglicht, ist völlig ausreichend. Eine reine Stallhaltung wäre nicht artgerecht.

Die tägliche Kontrolle der Tiere ist essenziell. Neben dem gesundheitlichen Zustand der Alpakas müssen auch die Weidezäune regelmäßig überprüft werden.

Die Haltung von Alpakas wird oft als unkompliziert beschrieben, erfordert jedoch viel Arbeit und Verantwortung. Vor der Anschaffung sollte man sich gut über die Bedürfnisse dieser Tiere informieren.

Gruppenzusammenstellung

Alpakas sollten niemals allein gehalten werden – mindestens zwei, besser vier Tiere sind notwendig, um ein artgerechtes Sozialverhalten zu ermöglichen. Dabei muss auf die richtige Gruppenkonstellation geachtet werden. Stuten und Hengste sollten getrennt leben, es sei denn, es handelt sich um kastrierte Wallache. Mögliche Gruppenzusammensetzungen sind:

• Stuten zusammen

• Stuten mit Wallachen

• Hengste zusammen

• Hengste mit Wallachen

Wenn nicht gezüchtet werden soll, ist eine reine Hengstgruppe eine gute Option.

Aussehen und Wesen

Alpakas erreichen eine Schulterhöhe von 80 bis 100 Zentimetern und wiegen zwischen 50 und 80 Kilogramm. Sie haben einen kräftigen Rumpf, lange schlanke Beine und einen charakteristisch geraden, langen Hals. Ihr Kopf ist relativ klein, mit großen Augen und aufrecht stehenden, ovalen Ohren. Der Schwanz ist kurz.

Die Faser dieser Tiere kommt in mehr als 22 Naturfarben vor. Da ihre Zähne durch das Abrasieren von kargem Futter stark beansprucht werden, wachsen sie ein Leben lang nach.

Alpakas können ein Alter von 20 bis 25 Jahren erreichen. Sie sind bekannt für ihr freundliches und gutmütiges Wesen. Neugierig und intelligent, reagieren sie sanft auf Menschen, weshalb sie sich besonders gut für die tiergestützte Therapie eignen.

Trotz ihrer Sanftmütigkeit sind Alpakas durchaus wehrhaft. Bei Bedrohungen durch Hunde oder Füchse schließen sie sich in der Herde zusammen und vertreiben den Eindringling aus ihrem Revier. Sie ernähren sich von einer Vielzahl an Pflanzen, zählen jedoch nicht zu den Wiederkäuern, obwohl sie ihre Nahrung mehrfach zerkauen.

Sozialverhalten und Distanzbedürfnis

Als ausgeprägte Herdentiere legen Alpakas großen Wert auf ihr Sozialleben. Eine Gruppe sollte aus mindestens zwei bis drei Tieren bestehen.

Trotz ihres niedlichen Aussehens mögen Alpakas engen Körperkontakt nicht besonders – weder zu Menschen noch untereinander. Sie bevorzugen eine gewisse Distanz und reagieren empfindlich auf hektische Bewegungen oder aufdringliches Verhalten. Wer sich ruhig und respektvoll verhält, wird jedoch mit der Zeit ihr Vertrauen gewinnen. Manchmal beschnuppern sie neugierig Menschen oder lassen sich vorsichtig berühren. Falls sie gestreichelt werden möchten, sollte dies vor allem am Hals erfolgen.

Zusammenfassend sind Alpakas faszinierende, sanftmütige und pflegeleichte Tiere – wenn man sich ihrer Bedürfnisse bewusst ist und bereit ist, die notwendige Zeit und Verantwortung für ihre Haltung aufzubringen.